Ein radiologischer Bildwandler ist die Kombination aus klassischem Röntgengerät und Computer. Das Bild, das durch die Röntgenstrahlung erzeugt wird, wird direkt auf den Computerbildschirm übertragen. So kann der Befund „live“ beurteilt werden. Es ist möglich, das geschädigte Gewebe bei Lageveränderungen und aus verschiedenen Perspektiven zu beurteilen. Mit einer fahrbaren Kamera können – im Gegensatz zum stationären Röntgengerät – entsprechende „digitale Momentaufnahmen“ angefertigt werden. Dies ist insbesondere bei Schäden an Gelenken vorteilhaft.

Akuter und chronischer Rückenschmerz gilt in den westlichen Industrieländern als eine der häufigsten Volkskrankheiten. Die Ursachen sind komplex und meistens auf ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren zurückzuführen.
Manchmal sind die Schmerzen so stark ausgeprägt, dass eine sofortige funktionelle Therapie nicht möglich ist und alternative Heilmethoden den Teufelskreis von Schmerz und Entzündung nicht durchbrechen können. In solchen Fällen ist eine intensive mulitmodale (mehrere Behandlungsansätze integrierende) Behandlung notwendig. Die Infiltrationstherapie bildet dabei einen wesentlichen Baustein zur Einleitung einer solchen Schmerzbehandlung und kann eine Operation häufig vermeiden. Die anatomisch-strukturellen Ursachen für derartig starke Schmerzen liegen zumeist in den Zwischenwirbelgelenken, den Ileosakralgelenken, Spinalnerven, Bandscheiben, Bändern, Sehnen, Faszien und der Muskulatur.
Durch genaue Anamnese, eine körperliche Untersuchung und moderne apparative Diagnostik (hochauflösende Kernspin- und Computertomographie) sowie Röntgenaufnahmen lassen sich die strukturellen Schmerzursachen eingrenzen. Anhand des so ermittelten Befundes können Infiltrationen mit schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten per Bildwandlernavigation gezielt an die schmerzverursachenden Strukturen geführt werden. Durch die präzisere Injektion ist ein besseres Behandlungsergebnis möglich.