Was ist der Unterschied zum klassischen Tape ?

Während unelastische, starre Tapes, wie z.B. Leukotape, eher dafür gedacht sind um Gelenke oder Gelenkbereiche zu schienen und mechanisch zu stabilisieren (ruhig zu stellen), sind kinesiologische Tapes entwickelt worden, um dem Körper ein möglichst funktionelles Bewegen der Gelenke zu ermöglichen. Die meisten kinesiologischen Tapes (es gibt viele Hersteller) können um mehr als 50% gedehnt werden.

Wie wirkt es ?

Das „kinesiologische Taping“ gehört zu den physikalischen Therapien wie Reizstrom- und Ultraschallbehandlungen oder Massagen. Man kann sich Taping wie eine „andauernde Massage” vorstellen. Diese fördert den Nährstoffaustausch über die kleinsten Blutgefäße (Mikrozirkulation), stimuliert den Lymphabfluss, löst Faszien-Verklebungen und verbessert die Muskel- und Gelenkfunktion. Selbst innere Organe können über den sogenannten kuti-viszeralen Reflex positiv beeinflusst werden. Alles zusammen trägt zur Reduktion von Schmerzen und zur Verbesserung der Belastbarkeit bei.

Anwendungsgebiete

  1. Rückenschmerzen, Muskelverspannungen der Wirbelsäule, Schulter-Nacken-Schmerzen
  2. Sehnenentzündungen (z.B. Fersensporn, Achillodynie, Tennis- und Golferellenbogen)
  3. Überlastung und Verstauchung von Bändern, Sehnen und Muskeln
  4. Gelenkschmerzen durch Überlastung und Arthrosen
  5. Präventive Maßnahme gegen Krämpfe (z.B. vor einem Marathonlauf)
  6. muskuläre Verletzungen (z.B. Muskelfaserriss)

Das kinesiologische Taping wird oft auch mit anderen Therapieformen, z.B. krankengymnastischer Behandlungen und Injektionen mit homöopathischen Komplexpräparaten (z.B. Traumeel/Zeel) kombiniert.

Gibt es Risiken ?

Das Tape besteht aus Baumwollgewebe, ist atmungsaktiv, lässt sich angenehm über einen Zeitraum von vier bis sieben Tage auf der Haut tragen und ist wasserfest.
Etwa 2-3% der Menschen entwickeln eine unterschiedlich starke Unverträglichkeit gegen den hypoallergenen Acrylklebstoff. Die meisten Reaktionen verlaufen zum Glück recht harmlos und sind nach einigen Tagen wieder abgeklungen. Sollte man ein unangenehmes Jucken an der getapten Stelle verspüren, ist es ratsam das Tape möglichst bald und behutsam zu entfernen, um eine Verstärkung der Reaktion zu vermeiden.

Kosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für das kinesiologische Taping nicht. Daher bieten wir diese Behandlung gesetzlich versicherten Patienten als Wahlleistung an.
Viele private Krankenkassen, Beihilfen und die Postbeamtenkrankenkasse erstatten die Kosten im Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Haben Sie Interesse an einer kinesiologischen Tape Behandlung? Dann sprechen Sie uns an.